Aus den Gemeinderatssitzungen




Januar 2018
Geplanter Kiesabbau der Kieswerke Loham GmbH und der Ankauf von Feuerwehrfahrzeugen standen im Mittelpunkt der Januarsitzung des Poschinger Gemeinderates.  

 
Mariaposching. In der ersten Sitzung im Jahr 2018 befasste sich das Gremium hauptsächlich mit dem Wasserrechtsverfahren der Kieswerke Loham GmbH zum geplanten Kiesabbau, außerdem beschloss man den Kauf eines neuen Einsatzfahrzeugs für die FF Breitenhausen. Zum Auftakt informierte Bürgermeister Tremmel das Gremium über die Erhöhung der Schlüsselzuweisung, die gegenüber dem Vorjahr um 46720,- € auf 489.136, € stiegt. Im Gegenzug wird die Kreisumlage sinken, diese Maßnahme wird für Mariaposching voraussichtlich eine Ersparnis von 15.000,- € mit sich bringen. Dann trug Landschaftsplaner Georg Kestel mittels einer Power Point Präsentation ausführlich zum  geplanten Kiesabbau westlich von Fahrndorf vor. Die Kieswerk Loham GmbH plant in den kommenden Jahren im bestehenden Kiesabbauvorbehaltsgebiet im Abschnitt Loham III etwa 300.000 m³ Kies abzubauen. Die räumliche Nähe zur Donau hat die Geschäftsführer der GmbH zur Beantragung der Abbaugenehmigung veranlasst, denn aus dem neuen Abschnitt soll Kies für die zu errichtende Hochwasserschutz-Deichlinie an der Donau gewonnen werden. Für das Abbaugebiet spricht, dass die Kies-Lkws bei der Fahrt zur Deichbaustelle keine Ortschaften durchqueren müssten. Der Abbau im neuen Abschnitt soll im Trockenverfahren durchgeführt werden. Dass abzupumpende Wasser wird über die bestehenden Teiche wieder ins Grundwasser zurückgeführt. Auf die Frage zur Beeinträchtigung des Grundwasserstromes, bzw. der Grundwasserhöhen stellte Kestel fest, dass in mehreren Grundwasserberechnungsmodellen bei Mittelwasser im nordöstlichen Bereich der Abbaugrube mit Erhöhungen des Grundwassertandes zwischen 2 bis 20 cm errechnet wurden. Südlich der Baugrube kann es zu leichten Absenkungen des Grundwassers kommen. Diese Schwankungen bewegen sich aber, so Kestel, im Normbereich der Grundwassersbewegungen die in dem Gebiet zwischen 1,00 bis 1,50 m liegen und jährlich auftreten. Im Zuge des Abbaus und besonders während des Baus der Hochwasserdämme soll die bestehende Wasserfläche im Abbaugebiet Loham II mit dem dort anfallenden Auelehm verfüllt werden. Der zeitliche Ablaufplan für den Kiesabbau und der Verfüllung der Weiher hängt mit dem Bau des Hochwasserschutzes zusammen, könnte sich aber in einem Zeitraum von 3 bis 6 Jahren bewegen. Georg Kestel gab zur Verfüllung bekannt, dass in diesem Bereich ökologisch wertvolle Ausgleichsflächen mit Wechselwasserbereichen geschaffen werden sollen. Das bedeutet, dass Mulden entstehen, die bei Mittelwasser mit Grundwasser volllaufen, bei Niedrigwasser aber Trocken liegen, so werden nicht nur hochwertige Ausgleichsflächen entstehen, sondern auch einer Vermehrung von Mücken entgegen gewirkt, da diese zum fortpflanzen Wasserflächen brauchen. Von den entstehenden ökologischen Ausgleichsflächen könnte auch ein Teil der Gemeinde angeboten werden. Der Landschaftsplaner gab zum Schluss des Vortrages bekannt, dass sich die Gemeindebürger jederzeit mit Fragen und Einwänden an ihn oder an die Lohamer Kieswerk GmbH wenden können, um Problem oder Bedenken auszuräumen. In der Stellungnahme der Gemeinde wird die Durchführung einer Beweissicherung gefordert. Begrüßt wird, dass durch die Nähe zur geplanten Dammbaustelle der Verkehr von Lkws aus den Ortschaften gehalten wird. Dann informierte die Geschäftsstellenleiterin der VG über ein weiteres Planfeststellungsverfahren Donauausbau / Hochwasserschutz das Änderungen von Ausgleichsmaßnahmen die vom Polder Sulzbach in den Polder Steinkirchen verlegt werden beinhaltet. In der Beteiligung zum Bebauungsplan Moosbügel IV, Deckblatt Nr. 1 der Gemeinde Niederwinkling ergab die Beratung das man von Seiten der Gemeinde keine Einwände erhebt. Die Beschlussfassung zum Ankauf eines Einsatzfahrzeuges für die FF Breitenhausen, erfolgte einstimmig somit kann die Festlegung der Fahrzeugausstattung und die Ausschreibung zum Erwerb des Autos beginnen. Die Beratung zum Erwerb eines Mannschaftsfahrzeuges für die FF Mariaposching ergab, dass die Wehr grundsätzlich ein Mannschaftsfahrzeug benötigt, das der Kauf aber von den finanziellen Mitteln der Gemeinde abhängig ist. Bevor hier weitere Schritte eingeleitet werden, sollen Informationen über die Anforderung an das Fahrzeug eingeholt beziehungsweise ähnliche Fahrzeuge andere Wehren besichtigt werden.